Faltenunterspritzung
Die Faltenunterspritzung eignet sich sehr gut zur Behandlung
unterschiedlicher Faltentypen. Sie kann in drei wesentliche Füllstoffe
(Implantate) eingeteilt werden:
Bioimplantate Collagen
besteht aus Eiweiß tierischen Ursprungs.
Hyaloronsäure ist ein Baustein
der menschlichen Haut und Knorpelsubstanz. Sie wird gentechnologisch
hergestellt.
Die Substanzen werden nach ca. 4 bis 9 Monaten langsam
abgebaut.
Die Behandlung erfordert Wiederholungen um ein dauerhaftes
Ergebnis zu erreichen.
Eignung für: Zornes-, Nasen-Lippen-, Marionetten-, Plissee- und Kinnfalten
Vorteil: Geringes
Risiko bei Anwendung durch geschulte Ärzte. Die Substanzen werden problemlos innerhalb von mehrerenMonaten abgebaut. Spätkomplikationen wie Knotenbildungen, Verhärtungen oder das Wandern des Füllstoffes sind ausgeschlossen.
Nachteil: begrenzte Haltbarkeit
EigenfettWird
aus körpereigenen Regionen entnommen in denen es im Überschuss
vorhanden ist (Bauch, Oberschenkel) oder es fällt bei einer
Fettabsaugung an.
Eignung: Hervorragend zur
Unterpolsterung größerer Areale wie z.B. eingefallene Wangen,
Nasen-Lippen-, Marionettenfalten, Gesichtskonturierung, Vergrößerung
der Jochbögen,
LippenvergrößerungVorteil: Körpereigenes Gewebe und damit sehr gute Verträglichkeit, minimale Risiken, wenn der Arzt ausreichend Erfahrung mit der Technik hat.
Nachteil:Eigenfett wird teilweise abgebaut, möglicherweise sind ein oder zwei Nachbehandlungen notwendig
Künstliche Füllstoffe (Implantate)
Ich
möchte an dieser Stelle vor der Faltenunterspritzung durch Kunststoffe
entschieden warnen. Die Gesichtshaut ist stark durchblutet und
biologisch sehr aktiv. Die Dicke der Gesichtshaut nimmt im Laufe des
Lebens um etwa 90 Prozent ab, von ca. 10 Millimeter beim Kleinkind auf
ein bis zwei Millimeter beim alten Menschen. Bleibende Fremdstoffe haben somit
ein hohes Risikopotential.
Vorteil: Meist ist nur eine einmalige Injektion erforderlich
Nachteil: Schwellungen, Verhärtungen, Knoten- und Geschwürbildungen bis hin zu Entstellungen. Diese Veränderungen sind oft nur noch operativ zu korrigieren.