Brustverkleinerung

Große Brüste sind meist erblich bedingt. Auch Veränderungen des Hormonzyklus (Schwangerschaft, Wechseljahre) oder der Ernährungsgewohnheiten können zu einer Brustvergrößerung führen.

Die Reduzierung des Brustvolumens (Mammareduktionsplastik) geht mit einer Neuformung, insbesondere einer Anhebung der abgesunkenen Brust (Ptosis) einher.

Vor und nach dem Eingriff sollte eine Röntgenuntersuchung  (Mammografie) erfolgen. Hierdurch können Veränderungen (z.B. Neubildungen) erkannt werden, die durch den Eingriff behandelbar sind.

Die Operation

Die Verkleinerung und Anhebung der Brust ist nur durch ein Versetzen der Brustwarzen nach "oben" möglich.
Die Schnittführung erfolgt in einem Kreis um die Brustwarzen, senkrecht in die Unterbrustfalte und hier, später kaum sichtbar, in der Umschlagsfalte.
Die eigentliche Brustformung geschieht durch unterschiedliche Techniken, die sich nach der ursprünglichen Form richten.
Besondere Operationsverfahren ermöglichen eine Schonung der Blut- und Nervenversorgung der Brustwarzen, speziell bei stark abgesunkenen Brüsten.
Die Brustformung geschieht ausschließlich durch Eigengewebe, ein Implantat ist nicht erforderlich.
Durch die in der Haut liegenden Nähte (Intracutannaht) wird eine strichförmige Narbe hinterlassen, die nach etwa einem Jahr zunehmend unauffälliger wird.

Bei Frauen mit schmalen Brüsten und einer nur mäßigen Vergrößerung kann die narbensparende Brustneuformung angewendet werden. Hierbei wird auf die quere Schnittführung in der Unterbrustfalte verzichtet.

Der Eingriff wird in Narkose durchgeführt. Die stationäre Behandlung beträgt 2 Tage.
Der Wundschmerz ist gering, die Fäden werden nach 12 Tagen entfernt. Ein spezieller Brustverband ist nicht nötig. Arbeitsfähigkeit besteht nach 2 Wochen. Sport ist nach etwa 4 Wochen möglich.

Die üblichen Operationsrisiken wie Nachblutung, Infektion und wulstige Narbenbildung betreffen auch Brusteingriffe. Die Stillfähigkeit kann beeinträchtigt sein. Das Gefühl der Brustwarze kann, meist vorübergehend, gemindert sein. Bei extrem abgesunkenen Brüsten kann es in sehr seltenen Fällen zu einer Durchblutungsstörung der Brustwarzen kommen.
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