Brustvergrößerung
Vor einer Brustvergrößerung (Mammaaugmentation) ist die Betrachtung des gesamten Brustkorbes der Frau von Bedeutung.
Ist der Brustkorb symmetrisch gebaut oder liegen Fehlformen wie z.B. eine Trichterbrust, eine Kielbrust oder sonstige Deformitäten vor.
Bestand eine Stillperiode oder geht der Wunsch nach Vergrößerung einer Schwangerschaft voraus. Besteht nach Schwangerschaften ein Haut/Unterhautüberschuss (Ptosis).
Wie ist die Hautbeschaffenheit, ist der Weichteilmantel geeignet, keine Stufe am Oberrand des Kissens (Implantat) entstehen zu lassen.
Es muss die Wahl des Zuganges zum Operationsgebiet besprochen werden (Schnittführung in der Unterbrustfalte, in der Achselhöhle oder am Warzenvorhof).
Die OperationPeinlichste Keimfreiheit (Asepsis) ist bei der Brustvergrößerung die Grundvoraussetzung da ein Fremdkörper eingelegt wird. Die Operation erfolgt unter Schutz eines Antibiotikums.
Ich bevorzuge das Implantat (Kissen) unter die Brustdrüse zu legen, da sich die Brustdrüseunter der Haut und nicht unter dem Brustmuskel befindet. Hierdurch sind aus meiner Sicht die natürlichsten Ergebnisse zu erzielen. Nur wenn die Haut der Brustwand sehr dünn ist und die Gefahr einer sichtbaren Stufenbildung am Oberrand des Implantates besteht, sollte es unter den Brustmuskel gelegt werden.
Drainagen und Hautfäden werden am 1. bzw. am 8. Tag entfernt. Die späteren Narben liegen direkt in der Unterbrustfalte und sind nach etwa einem Jahr kaum mehr sichtbar.
Einen speziellen Brustverband halte ich nicht für erforderlich. Nach 14 Tagen sollte ein weiches Bustier getragen werden. Eine jährliche Kontrolle halte ich für sinnvoll. Der Wundschmerz ist mit einem Muskelkater vergleichbar.
Risiken des EingriffsDie üblichen Operationsrisiken, wie Nachblutung, Infektion und wulstige Narbenbildung gelten auch für Brusteingriffe. Anatomisch geformte
Implantate 
können verrutschen. In etwa 2 bis 5% kann sich eine Kapselschrumpfung einstellen.
Gefühlsstörungen der Brust sind meist vorübergehend.